Sie stellen Non-Desk Mitarbeiter ein? Kein Grund für hohe Fluktuation

14 November 2018 - 5 Minuten Lesezeit

Man kann die Fluktuation nicht vollständig eliminieren, aber es wird immer einfacher etwas dagegen zu unternehmen. Wirklich? Obwohl Millennials öfter ihre Stelle wechseln als andere ihre Unterwäsche, sagen Sie? Ja, wirklich. Und der Schlüssel dazu ist die technologische Ausstattung.

Es kostet einem amerikanischen Lebensmittelhändler im Durchschnitt $3.637, um einen Supermarkt-Kassierer zu ersetzen. Mit einer durchschnittlichen Fluktuationsrate von 50% in dieser Branche, kostet ihn die Fluktuation mindestens $67.000 im Jahr … Und im Einzelhandel ist die Fluktuation noch höher, mit einem Durschnitt von 59%.

Dies sind Kosten, die sich Unternehmen ganz einfach nicht leisten können. In der Supermarktbranche sind die Kosten der Mitarbeiterfluktuation um erschreckende 40% höher als der Gewinn. Wenn die Supermärkte Monat für Monat im Minus sind, ist es kein Wunder, dass so viele das Geschäft aufgeben. Und leider lässt sich dieser Trend in vielen Service-Branchen beobachten.

Früher war es ganz üblich zu sagen, dass Mitarbeiter kündigen, weil die Entlohnung und/oder die Sozialleistungen einfach nicht ausreichen. Aber heute wissen wir, dass die Gründe bei einem Job zu bleiben viel ganzheitlicher sind. Aber mit all diesem Wissen, warum wird den Non-Desk-Mitarbeitern noch immer eine hohe Fluktuation zugewiesen? Obwohl Non-Desk Mitarbeiter als „temporärer“ als Büromitarbeiter gesehen werden, gibt es keine Gründe für diese veraltete Denkweise. Wenn Sie vorausplanen, kann die Pflege Ihrer Non-Desk Mitarbeiter die Bindung Ihres Personals wirklich erhöhen und Ihnen viel Geld sparen.

Unternehmen mit vielen Büromitarbeitern haben einen (scheinbaren) Vorteil

Ob ein Mitarbeiter bleibt oder geht hängt längst nicht mehr von der Entlohnung ab, es geht um das Gefühl der Zugehörigkeit. Heute haben immer mehr Büromitarbeiter durch das Mitarbeiterengagement ein Aha-Erlebnis. Unternehmen mit Büromitarbeitern fördern mehr Stand-Up Meetings, Unternehmensveranstaltungen und generelle Kommunikation als je zuvor. Warum? Eine wesentliche Komponente ist, dass es viel einfacher ist seine Truppen zu sammeln, wenn man einen gemeinsamen Büroraum hat. Dies gibt Unternehmen mit vielen Büromitarbeitern einen riesen Vorteil, wenn sie ein ganzheitliches Mitarbeitererlebnis anbieten wollen. Wenn sie einen gemeinsamen physischen Raum haben, kann dieser Ihre Kultur beherbergen, ein Gefühl der Bestätigung und Gemeinschaft fördern und dem Management Zugang zu Feedback bieten.

Keinen gemeinsamen physischen Raum? Kein Problem

Ihre Kultur und Wertschätzung einem Non-Desk Personal mitzuteilen ist zugegeben schwieriger. Es gibt oft keinen physischen Raum, in dem all Ihre temporären und Teilzeit Frontline-Mitarbeiter gleichzeitig anwesend sind. Ohne einen physischen Raum als Bühne für Kommunikation und die Übermittlung der Kultur, müssen Sie einen alternativen „Raum“ finden. Dieser „Raum“ ist wichtig, damit sich auch alle Non-Desk Mitarbeiter eingebunden und zugehörig fühlen.

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Der digitale Raum als Ihre Alternative

Nachdem Belastungen für Mitarbeiter jahrelang untersucht wurden, hat die Technologie jetzt endlich aufgeholt, um arbeitsbedingte Probleme zu beheben. Als Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel gefragt wurden was ihnen am wichtigsten ist, wurden diese vier „Engagement-Treiber“ genannt: Sorge des Unternehmens für Wohlbefinden, Gelegenheit persönliche Stärken zu zeigen, klare Erwartungen und Ermutigung bessere Arbeitsweisen zu finden. Indem sie einen digitalen Raum bietet, in dem Informationen geteilt werden können, löst die Technologie das Dilemma des „gemeinsamen Raumes“, und fördert so Verhaltensweisen, die genau diese vier Kernpunkte des Engagements erfüllt. Dies sind für Non-Desk Firmen besonders erfreuliche Nachrichten, da das „verstreut“ sein nicht länger ein Hindernis ist auf dem Weg zu einem vernetzten und kulturorientierten Unternehmen.

Also wer nimmt sich diese Engagement-Treiber zu Herzen? Sehen Sie sich die große amerikanische Supermarktkette Trader Joe`s an. Wo ein angemessenes Gehalt und Versicherungsschutz früher als Luxus gesehen wurde, ist es heutzutage das absolute Minimum im Kampf gegen die Fluktuation. Aber neben dem Übertreffen dieser grundlegenden Lebensstandards, stellt Trader Joe`s sicher, dass Mitarbeiter eingestellt werden, die die Werte des Unternehmens teilen. Weiterführend werden diese Werte im Arbeitsalltag durch Trainings und Feedback-Schlaufen übermittelt, ebenso wird so Wertschätzung gezeigt. Das geteilte Gefühl der Gemeinschaft ist in all den Trader Joe`s Standorten spürbar.

Die Supermarktkette Wegman`s ist ein weiterer Vorreiter in niedriger Fluktuation. Zusätzlich zu konkurrenzfähigen Löhnen, wird ihre Fluktuationsrate von nur 7% der hohen Autonomie der Mitarbeiter bei der Entscheidungstreffung zugesprochen. Indem Mitarbeitern bei der Entscheidungsfindung Wertschätzung entgegengebracht wird, wird das Gefühl der Verbundenheit im geteilten Raum verstärkt. Indem Sie Mitarbeitern technologische Tools für ihre Arbeit bieten, können sie ein bisher undenkbares Maß an Autonomie genießen.

Die Vorteile

Wenn Unternehmen Ihre Kultur, technologischen Tools und ihren Raum kritisch analysieren und darin investieren, erzielen sie eine um 40% niedrigere Fluktuation. Und nun, da technologische Tools als “Raum” fungieren können, ist das Fehlen einer physischen Drehscheibe für alle Mitarbeiter nicht länger das Hindernis, das es einmal für ein gut vernetztes Unternehmen war.

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Katy Renner

Geschrieben von Katy Renner

Katy is shaping the new voice of Speakap. When she's not writing for work, she's writing for fun. When she's not writing, then she's probably out looking for the best taco in the city.