Die interne Kommunikation ist essenziell für den Erfolg eines Unternehmens – besonders in der Produktion

16 Mai 2019 - 5 Minuten Lesezeit

Heutzutage profitieren viele Mitarbeiter von der neuen Flexibilität der Führungskräfte, die Arbeitszeiten können flexibel gewählt werden, die Anwesenheit wird nicht streng kontrolliert und es ist immer öfter möglich im Home-Office zu arbeiten. Aber wie ist die Situation für Non-Desk Mitarbeiter? Und besonders für Non-Desk Mitarbeiter in der Produktion, die oft in einem Schichtbetrieb arbeiten?

Produktionsunternehmen, wie Daimler, planen zwar flexible Arbeitsmodelle, allerdings nur für Beschäftigte in Verwaltung und Entwicklung. Für die Mitarbeiter in der Produktion sind die Arbeitsplatzmodelle generell unflexibel und sie fühlen sich ausgelassen.

Für Schichtarbeiter in der Produktion gibt es andere Möglichkeiten ihr Arbeitsleben flexibler zu gestalten. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) rät zum Beispiel zum Schichttausch oder kurzzeitigem Einspringen von Kollegen, um den Dienstplan für die Mitarbeiter flexibler zu gestalten. Aber dies muss ordentlich koordiniert werden und dabei kann die Technologie hilfreich sein. Ein Enterprise Social Network bietet nicht nur Möglichkeiten zum kommunikativen Austausch zwischen Mitarbeitern und Management, sondern es können auch Drittanbieter-Apps und vorhandene Firmensoftware zur Dienstplanung integriert werden.

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Wie viel macht die Kommunikation wirklich aus?

Eine gute interne Kommunikation ist essenziell für den Erfolg eines Unternehmens. Leider wird sie noch immer oft als nettes Extra betrachtet und vor allem in Produktionsstätten genießt die interne Kommunikation keinen besonders hohen Status. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter oft unterschiedlicher Nationalität sind und eine einsprachige Kommunikation in eine Richtung, wie in einem Unternehmens-Newsletter, einer Mitarbeiterzeitung oder auf einem Schwarzen Brett einfach nicht die erwünschte Wirkung zeigen. Die Herausforderungen in der internen Kommunikation in Produktionsbetrieben sind nicht nur multikultureller Natur, sondern liegen auch bei den unterschiedlichen Altersgruppen.

Obwohl die Kommunikation als „Soft Skill“ gesehen wird und besonders in hochautomatisierten Produktionsbetrieben oft zu kurz kommt, lassen sich viele Probleme in Unternehmen auf eine unzureichende Kommunikation zurückführen.

Fehlende oder falsche Kommunikation kann einem Produktionsbetrieb viel kosten, von versäumten Bestellungen, Qualitätsproblemen und Materialengpässen zu erhöhtem Ausschuss, Abwesenheit, hoher Fluktuation, Missverständnissen mit dem Kunden und dem Verkauf des falschen Produktes. Die Verbesserung der Kommunikation kann in der Bilanz eines Produktionsunternehmens schnell 10% ausmachen.

Gerade in Produktionsbetrieben mit rückläufigen Mitarbeiterzahlen ist die Kommunikation wichtiger denn je. Die Personen sind übermäßig beschäftigt, haben weniger Zeit zu planen und große Herausforderungen zu meistern. Wenn die Führungskräfte nur Anweisungen erteilen, anstatt sich Zeit zu nehmen zuzuhören und zu kommunizieren, versäumen sie die Gelegenheit ihre Betriebsabläufe und Arbeitsprozesse zu optimieren und dadurch die Effizienz zu steigern und den Umsatz zu erhöhen.

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Kommunikation stärkt den Mitarbeiter und der das Unternehmen

Die Mitarbeiter sind das Rückgrat eines jedes Produktionsbetriebes. Sie haben die nötige Expertise und verhelfen den Unternehmen zum wirtschaftlichen Erfolg. Die Ressource „Mitarbeiter“ ist ein wertvolles Gut und gleichzeitig Erfolgsfaktor. Dementsprechend ist die Employee Experience und die Mitarbeiterzufriedenheit auch in der Produktion bedeutend, selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Oft liegt der Fokus auf den Aufgaben anstatt auf den Menschen, die diese Aufgaben erledigen.

In einer US-Studie von TR Cutler, bei der Manager befragt wurden, gaben 90% der Produktionsmanager an, dass ihre Mitarbeiter ihr wertvollstes Gut waren, nur wenige wussten jedoch wie sie ihre Mitarbeiter motivieren und einbinden sollten und wie sie eine Mitarbeiterbindung an das Unternehmen erreichen können.

Eine Studie in Deutschland von der Aachener Werkzeugbau Akademie (WBA) zeigte, dass nur 40% der Führungskräfte in Produktionsunternehmen aufrichtiges Interesse an ihren Mitarbeitern zeigen. Nicht gebundene Mitarbeiter fehlen durchschnittlich 3,9 Tage mehr als emotional an das Unternehmen gebundene Mitarbeiter und der jährliche Schaden durch den Produktionsverlust aufgrund innerer Kündigung (Unmotiviertheit) beträgt in Deutschland 79-99 Milliarden €!

Schritt für Schritt Anleitung

Wenn die Kommunikationslinien geöffnet werden und Feedback eingeholt wird, bringen Unternehmen die Probleme ans Licht und können aktiv dagegen vorgehen. So werden nicht nur böse Überraschungen vermieden, sondern auch Verschnitt, späte Lieferung, Mitarbeiterfluktuation und Abwesenheit können verringert werden.

Die Kommunikation geht von den Führungskräften aus

Viele Führungskräfte in Produktionsbetrieben fühlen sich in der internen Kommunikation nicht wohl. Die Ergebnisse der Manufacturing CEO Survey zeigen überraschenderweise, dass 82% der Führungskräfte meinten, es fiele ihnen schwer oder sehr schwer mit den Mitarbeitern zu sprechen. Die Führungskräfte, die eher aus dem Business-Bereich kamen, sahen das bei den Büromitarbeitern nicht so schlimm aber konnten auch nicht mit den Filialmitarbeitern oder Schichtarbeitern kommunizieren.

Voraussetzung für eine gute Mitarbeiterkommunikation ist Klarheit darüber zu haben, welche Inhalte verbreitet werden sollen. Genauso wichtig ist es, zu entscheiden, wie und wie oft mit den Mitarbeitern interagiert werden soll.

ESNs können eine Plattform für die Mitarbeitermotivation, Einbindung und Kommunikation bieten und gleichzeitig kann die Software zur Dienstplanung, Lohnabrechnung und viel mehr integriert werden. Mit einer App zur Mitarbeiterkommunikation erhalten Sie einen One-Stop Shop mit allen Anwendungen auf einem Blick. Die Technologie kann dabei unterstützen auch in der Produktion motivierte Mitarbeiter zu haben, die Flexibilität und eine angenehme Unternehmenskultur genießen können, in der sie sich wertgeschätzt fühlen.

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Katy Renner

Geschrieben von Katy Renner

Katy is shaping the new voice of Speakap. When she's not writing for work, she's writing for fun. When she's not writing, then she's probably out looking for the best taco in the city.