Sind Arbeiter in maritimen Unternehmen nicht engagiert?

2 August 2017 - 5 Minuten Lesezeit

Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass Mitarbeiter von das große Schiffbauunternehmen Damen (2,1 Milliarden € Umsatz, 9 000 Mitarbeiter) mehr Informationen von ihren Führungskräften, als von den Abteilungsleitern beziehen. Das Personal wünscht sich auch mehr digitale Information, statt gedruckter Texte. Ist dieser Bedarf exemplarisch für alle großen maritimen Unternehmen? Mitarbeiterfluktuation, Betrug, Transparenz, Fachwissen und Engagement stehen hier auf dem Spiel.

Die betroffene Forscherin behauptet, dass ihr Fall illustrativ ist. Sie schreibt: “Die Ergebnisse sagen viel über die interne Kommunikation bei Damen und ähnlichen maritimen Unternehmen aus.”

Das wäre alarmierend. Die maritime Industrie ist ein wettbewerbsintensiver Markt, der von mehreren internationalen Großkonzernen wie Maersk, British Midland, Hyundai, DP World, Incat, Daewoo, IHC Merwede, CMA GCM, Kerry Logistics und anderen dominiert wird. Mit der wachsenden Konkurrenz durch die Einführung von Technologien und Innovationen, ist es essentiell die interne Kommunikation zu optimieren und die Arbeiter so weit wie möglich einzubinden.

Horizontale Silostrukturen

Wenn die Studie tatsächlich repräsentativ für maritime Konzernunternehmen ist, dann erscheinen horizontale Silostrukturen in der Unternehmenskommunikation. Zwischen den Arbeitern und ihren direkten Vorgesetzten besteht eine konstante Kommunikation, aber sie fühlen in die restliche Organisation, besonders in die obere Führungsebene und Kommunikationsabteilung nicht mit eingebungen.

Maritime Unternehmen nicht auf non-desk Arbeiter zugeschnitten?

Die Ergebnisse zeigen auch noch eine Schwachstelle in vielen Produktionsbetrieben: einen Mangel an digitalen Kommunikationsmitteln, die auf Mitarbeiter zugeschnitten sind, die nicht am Schreibtisch arbeiten. Interessanterweise sind die meisten geschäftlichen Kommunikationsmittel an die Bedürfnisse von Büroangestellten angepasst, obwohl aus einer weltweiten Arbeitskraft von 3,1 Milliarden Personen (im Jahr 2020 auf 3,5 Milliarden ansteigend) 2,5 Milliarden Personen keinen Bürojob haben.

Forschungen haben ergeben , dass acht von zehn Arbeitern keine digitalen Unternehmensnachrichten erhalten. 83% der Arbeiter, die nicht am Schreibtisch sitzen, haben keine E-Mail Adresse der Firma und 45% haben keinen Zugang zum Intranet. 58% von ihnen erhalten selten Nachrichten von der oberen Führungsebene. Resultierend daraus, sind sechs aus zehn non-desk Mitarbeiter komplett im Dunkeln wenn es um die Marktpositionierung ihres Unternehmens geht.

Fünf Gründe warum die Unterversorgung von Industriearbeitern alarmierend ist:

Speakap betrachtet die fünf Gründe warum es alarmierend ist, wenn Arbeiter unterversorgt werden:

1. Mitarbeiterfluktuation

Immer wieder haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Mitarbeiterfluktuation steigt wenn die Arbeiter sich nicht engagiert fühlen. In der maritimen Industrie kämpfen viele Organisationen damit junge und leistungsfähige technische Talente anzuziehen.

2. Korruption

Es wurde auch wissenschaftlich bewiesen , dass Unternehmen, die ihre Teilhaber nicht mit einbinden, schneller Opfer der Korruption werden. SBM Offshore, eine große holländische Schiffswerft (7 000 Mitarbeiter) wurde kürzlich des Betruges in Milliardenhöhe angeklagt und bespricht jetzt die Beteiligung ihrer Teilhaber (sowie der Mitarbeiter) in dem Jahresbericht von 2016. Leider sprechen sie von “Betriebsversammlungen” statt digitaler und mobiler Kommunikationsmittel, die auf die Bedürfnisse der Generation Y und Z zugeschnitten sind.

3. Generation Z braucht offene, digitale und wechselseitige Kommunikation

Wenn es eine Generation gibt, die erwartet gleichberechtigt und ernsthaft behandelt zu werden, dann ist es die Generation Z ( lesen Sie unser Whitepaper dazu ). Sie wollen ein transparentes Umfeld, in dem sie von Kollegen lernen können, offen auf Nachrichten reagieren, und einander Feedback geben können. Dies hat alles mit den tief verwurzelten digitalen Gewohnheiten der Generation Z zu tun: Die digital natives sind soziale Medien gewohnt. Verglichen mit Printmedien oder E-Mails, decken soziale Medien den Bedarf der jungen Leute, Informationen durch Videos zu erhalten.

Soziale Medien sind eine machtvolle Medienart, die nicht nur wechselseitige und offene Kommunikation ermöglicht, sondern auch fähig ist traditionelle Medien derart in den Hintergrund treten zu lassen, dass sogar “fake news” die Fakten in den Schatten stellen können. Alle zukünftigen Generationen werden noch anspruchsvoller sein wenn es um Transparenz, wechselseitige Kommunikation und jegliche digitale Interaktion geht.

4. Arbeiter müssen die Strategie verstehen

Um motiviert zu bleiben, Aufgaben ordnungsgemäß zu erledigen und sich auf bestimmte Aspekte ihrer Arbeit (so wie Innovation) konzentrieren zu können, müssen alle Mitarbeiter über die Strategie, den Leitsatz und die Richtung des Unternehmens informiert sein und diese verstehen. Die Strategie des internen Marketing wird langsam aber sicher auch in Produktionsbetrieben von allen Personalmanagern und Experten der Unternehmenskommunikation verwendet. In diesem wettbewerbsintensiven und technologiegetriebenen 21. Jahrhundert müssen alle Mitarbeiter “an Bord” sein.

5. Unterversorgte Arbeiter? Das impliziert eine fehlende Kommunikationsstrategie

Da Industriearbeiter und Produktionsmitarbeiter draußen arbeiten, verwenden die meisten keinen Desktop Computer. Aber sie verwenden sehr wohl ein Smartphone. Laut Daten der Nielsen Company verwenden fast 10 aus 10 Erwachsenen under 45 ein Smartphone. Bei den Personen zwischen 45 und 54 Jahren verwenden fast 90% ein Smartphone und in der Altersgruppe zwischen 55 und 64 sind es 80%.

Da also fast jeder Mitarbeiter ein Smartphone verwendet, ist für Unternehmen mit einer großen Anzahl an Arbeitern die nicht am Schreibtisch sitzen, das Beste eine interne Kommunikationsplattform zu haben, die auch eine mobile App ist.

Katy

Geschrieben von Katy

Katy is shaping the new voice of Speakap. When she's not writing for work, she's writing for fun. When she's not writing, then she's probably out looking for the best taco in the city.