Was wollen Ihre Mitarbeiter wirklich von der internen Kommunikation? Vier erstaunliche Ergebnisse

31 Januar 2019 - 6 Minuten Lesezeit

Wie sehr lieben Ihre Mitarbeiter ihre Arbeit? Oder genauer gesagt, aus welchem Grund lieben sie ihre Arbeit? Heutzutage ist es nicht genug, einfach zur Arbeit zu gehen, seinen Job zu machen und am Ende des Monats sein Gehalt zu erhalten. Die meisten Mitarbeiter wollen Freude an dem haben, was sie tun und gerne mit den Kollegen zusammenarbeiten, die sie täglich sehen - die Mitarbeiterzufriedenheit ist wichtig.

Es gibt keine einfache Antwort darauf, was den Mitarbeitern Glück bereitet, aber wie unsere Studie “Die interne Kommunikationslücke schließen” gezeigt hat, ist eine Balance zwischen dem Berufs- und Privatleben zu finden, eine der wichtigsten Faktoren, um eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen.

Hier sind vier der erstaunlichsten Ergebnisse, die wir in unserer Umfrage mit über 1000 Mitarbeitern in unterschiedlichen Branchen erhalten haben. Die Studie wurde in den USA, Großbritannien, Niederlanden, Spanien und Deutschland in den Sektoren Einzelhandel, Gastgewerbe und Entertainment durchgeführt.

1. Ein ausgewogenes Berufs- und Privatleben steigert die Mitarbeiterzufriedenheit

Das Thema, ob Mitarbeiter das gesetzlich festgelegte Recht dazu haben sollten, außerhalb der Arbeitszeiten abzuschalten, wurde in letzter Zeit viel diskutiert. Ich persönlich bin dafür. Bei Speakap, einem Unternehmen, dessen gesamtes Geschäftsmodel und Technologie darauf baut sofortige, relevante und engagierende interne Kommunikation für Non-Desk Mitarbeiter anzubieten, liegt uns dieses Recht ebenfalls am Herzen.

Deshalb haben wir diesen Monat unsere “Bitte nicht stören“ Funktion eingeführt, um den Mitarbeitern die Macht zurückzugeben abzuschalten, wenn ihre Schicht zu Ende geht. So können sie Stress reduzieren und sich auf persönliche Beziehungen und Aktivitäten konzentrieren, die sie glücklich machen.

Auch wenn wir bereits wissen, dass die Entwicklung dieser Funktion für unser Unternehmen, unsere Kunden und deren Frontline-Mitarbeiter der richtige Schritt war, bestätigen die Ergebnisse unserer Studie dies weiter. Als wir die Umfrageteilnehmer baten, den wichtigsten Aspekt der Unternehmenskommunikation zu nennen, meinten 24 Prozent, dass es für sie am Wichtigsten wäre, eine gute Balance zwischen ihrem Berufs- und Privatleben zu finden.

 

 *deutsche Untertitel sind in den Einstellungen verfügbar

2. Wichtiger als künstliche Intelligenz und Stimmerkennung: eine übersichtliche Chronik, Organisationsgruppen und Dateimanagement

Auch wenn die künstliche Intelligenz und andere Innovationen die Schlagzeilen der Medien zieren und ihre scheinbaren Vorteile am Arbeitsplatz für einige Aufmerksamkeit sorgen, sind solche Neuerungen für Mitarbeiter überraschenderweise nicht das Wichtigste, wie die Ergebnisse unserer Studie zeigen.

Die Antworten in unserer Umfrage zeigten, dass Funktionen wie künstliche Intelligenz (gewichtete Wertung 2,60) und Stimmerkennung (gewichtete Wertung 3,22) auf der Liste gewünschter Funktionen für eine Plattform zur internen Kommunikation an letzter Stelle kommen.  Die Funktionen, die sich Mitarbeiter von einer internen Kommunikationsplattform wünschen sind (in absteigender Wichtigkeit): eine übersichtliche Chronik (gewichtete Wertung 14,92), Nachrichten (gewichtete Wertung 14,63), Organisationsgruppen (gewichtete Wertung 13,83) und Dateimanagement und Zugang (gewichtete Wertung 13,13).

Weil mir dies im Gegenspruch dazu erschien, was führende Technologieunternehmen predigen und zu dem, was ich ständig in den Medien lese, habe ich unseren Mitbegründer Patrick van der Mijl darauf angesprochen. Er meinte: „Ich bin in erster Linie ein Produkt-Typ und ich würde definitiv sagen, dass die künstliche Intelligenz und Stimmerkennung einzigartige Innovationen in unser Leben bringen können. Aber wenn man diese technologischen Fortschritte in die Welt der internen Kommunikation und Mitarbeiterengagement bringt, macht das die Sache zu kompliziert und nimmt den Kommunikationsmethoden und Tools, die Mitarbeiter wirklich wollen und brauchen, den Fokus. Leichte Bedienbarkeit und Relevanz sind die Punkte, die die größte Wirkung haben.“

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3. Lücken in Relevanz und Datenschutz von Messenger Apps und sozialen Medien schließen

Wir haben unsere Befragten gebeten, den Hauptgrund für ihre starke Abhängigkeit von Messenger-Apps für Arbeitszwecke anzugeben und fast die Hälfte der Personen (49%) nannte die einfache Bedienbarkeit und Effizienz. Gleichzeitig gaben 20 Prozent die Reaktionszeit und 14 Prozent die große Reichweite für Gruppen als ihren Grund an.
Bar charts 11Obwohl die Teilnehmer unserer Forschungsumfrage die „große Reichweite für größere Gruppen“ als einen Vorteil von Messenger Apps nannten, würden wir behaupten, dass das Gegenteil der Fall ist. Warum? Weil es für einen Mitarbeiter sehr frustrierend sein kann mit Nachrichten überflutet zu werden, oder einen Newsfeed zu haben, der mit Informationen voll ist, die für die eigene Rolle, Verantwortlichkeiten und Interessen irrelevant sind.

Nehmen wir als Beispiel einen Mitarbeiter, der in der Kundenbetreuung einer bestimmten Filiale in Frankfurt für einen globalen Einzelhändler arbeitet. Es ist nicht notwendig, dass dieser Mitarbeiter Nachrichten, die Filialen des Unternehmens in Berlin betreffen, erhält, die lediglich seinen Newsfeed füllen. Je voller der Newsfeed mit irrelevanter Information ist, die nichts mit seiner Rolle, seinem Team oder Standort zu tun haben, desto frustrierter wird der Mitarbeiter werden und desto unwahrscheinlicher ist es, dass er Nachrichten öffnet, darauf antwortet oder den Newsfeed für wichtige Nachrichten des Unternehmens, Updates und Informationen durchsieht. Das bedeutet, dass am Ende wichtige Nachrichten zu neuen Produkten, die eingeführt werden oder Veränderungen in den Angeboten versäumt werden könnten. Und je weniger die Mitarbeiter über ihre Produkte wissen, desto schlechter ist das Kundenerlebnis und desto niedriger sind die Verkaufszahlen.

Sehen wir uns auch die Risiken der Datensicherheit an, die entstehen, wenn Mitarbeiter Messenger Apps für die Kommunikation in der Arbeit verwenden. Im August 2018 gab das Cybersicherheitsunternehmen Check Point Technologies an, dass sie in WhatsApp einen Fehler entdeckt hätten, der Betrügern erlaubt den Inhalt und den Sender einer gesendeten Nachricht zu ändern. Genaugenommen können Betrüger ein Zitat ändern – eine Funktion, die Personen in einem Chat erlaubt eine vergangene Nachricht anzuzeigen und darauf zu reagieren – und so den Eindruck erwecken, dass jemand eine Nachricht versandt hat, die er nie wirklich gesandt hat. WhatsApp gab auch zu, dass es in der Tat möglich ist die Zitat-Funktion zu manipulieren, was zeigt, wie gravierend diese Situation ist.

4. Interne Kommunikationsplattformen sind die Zukunft

Interessanterweise sagte 68% der Befragten, dass sie aufhören würden Messenger-Apps und soziale Netzwerke zu verwenden, wenn ihr Unternehmen eine App oder Plattform für die interne Kommunikation zur Verfügung stellen würde. Diese Erkenntnis zeigt zweierlei Dinge: die Desillusionierung mit den aktuellen Tools der internen Kommunikation und die Bereitschaft dazu eine smartere Alternative anzunehmen und zu verwenden.

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 Non-Desk Mitarbeitern smarte, engagierende und relevante Kommunikation zu bieten ist keine einfache Aufgabe und es gibt dafür kein Patentrezept. Aber die Technologie, mit all ihren Vorteilen, die sie praktisch, leistungsfähig und unterhaltsam macht, kann helfen, die Art der Mitarbeiterkommunikation in Unternehmen im Einzelhandel, Gastgewerbe und der Unterhaltungsbranche zu verbessern.

Dass eine Lösung zur internen Kommunikation notwendig ist, ist klar, es geht nun darum die richtige Enterprise Social Network (ESN)-Lösung zu finden – eine, in die unterschiedliche HR, CRM, Lohnabrechnungs- und Workforce Management Tools integriert werden können und die intuitiv, einfach zu verwenden und unterhaltsam ist. 

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Ragini Bhalla

Geschrieben von Ragini Bhalla

A veteran in B2B content and communications, Ragini lives and breathes for storytelling, traveling (up to over 50 countries and still so many more to explore) and trying out new foods.